Dienstag, 24. April 2012

»Mörderische Pläne« - ein Wissenschaftskrimi von Kirsten Slottke

Kriminalkommissarin Katharina Bergen und ihr Kollege Thomas Lauter stehen vor frustrierenden Ermittlungen. Der Direktor des Frankfurter Senckenbergmuseums wurde erstochen und seine Leiche unter dem Skelett des Tyrannosaurus Rex platziert.  Am Tatort werden keine verwertbaren Spuren gefunden. Es scheint weder ein Motiv noch einen Hinweis auf den Täter zu geben. Staatsanwalt Gruber sitzt den Kommissaren im Nacken und drängt auf eine rasche Lösung. Da geschieht ein weiterer Mord. Hängen die beiden Fälle zusammen?

Felix Kruse – ein Mitarbeiter des Senckenbergmuseums – findet geheimnisvolle Nachrichten. Von einem Unbekannten, der sich in seiner Wohnung aufgehalten haben muss. Doch solange derjenige ihm Geld liegen lässt, scheint ihm das egal zu sein – auch wenn ihm bei dem Gedanken daran ein eiskalter Schauer über den Rücken läuft …

Philipp Degen – ein junger Physiker – führt im Wald bei Oberursel geheimnisvolle Experimente durch. Dann wird in seinem Institut in Frankfurt am Main eingebrochen. Seine Unterlagen werden gestohlen und die Festplatte seines Rechners gelöscht. Was steckt dahinter?

Der Mörder – ER – verfolgt Pläne – mörderische Pläne: ER strebt nach Macht. Nach materieller Macht und nach Macht über andere Menschen. Und diese spezielle Macht, die er beim Mord am Museumsdirektor kennengelernt hat, gefällt IHM derart, dass ER nicht mehr davon lassen kann. SEINE anderen Pläne verfolgt ER ebenso akribisch, und dafür ist IHM jedes Mittel recht.

Wie hängen die verschiedenen Charaktere zusammen? Wie und vor allem wann stoßen sie aufeinander? Wer ist ER? In meinem Debüt-Krimi nehme ich die Leser mit auf eine spannende, überraschende und etwas andere Mörderjagd durch Frankfurt, Wiesbaden und Umgebung.

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Eine Leseprobe finden Sie auf meiner Website www.kirstenslottke.de 

Buchvorstellung: ©Kirsten Slottke

Dienstag, 3. April 2012

Krimi & Co Tipp: »Die toten Frauen von Juárez« von Sam Hawken


Die toten Frauen
von Juarez
Aus langer Tradition heraus pflegen die Mexikaner ein besonderes Verhältnis zum Tod. Jährlich am Día de los Muertos (Tag der Toten) trifft man sich auf den Friedhöfen und feiert rauschende Feste im Gedenken an die Verstorbenen. Auch in die Volkskunst hat der Knochenmann Eingang gefunden und gehört zu den meist verarbeiteten Motiven mexikanischer Künstler überhaupt. Zur Entwicklung dieser Akzeptanz des Todes mag die Natur beigetragen haben, die sich in Mexiko oft erbarmungslos zeigt: Sengende Sonne, Wüsten, Dschungel und eine starke Erdbebengefährdung erinnern die Mexikaner ständig an die Präsenz des Todes. Hinzu kommen menschengemachte Probleme wie die hohe Bevölkerungsdichte, die Luftverschmutzung und eine in weiten Kreisen grassierende Armut: Viele Faktoren, auf die der Einzelne kaum Einfluss nehmen kann, zehren an seinen Lebenskräften und nähren seinen Fatalismus: Was geschieht, das geschieht eben.

Obwohl die mexikanische Kultur von Lebensfreude durchdrungen ist, sind die Schatten allgegenwärtig, besonders in Städten wie der Grenzstadt Ciudad de Juárez, deren urbanes Leben von Gewalt, Drogensucht und Armut geprägt ist. Sam Hawken ist es in seinem meisterhaften Krimi »Die toten Frauen von Juárez« gelungen, ein Lebensgefühl einzufangen, welches das Dasein von Millionen von Menschen Tag für Tag prägt. Ein Lebensgefühl, in dem das spurlose Verschwinden Hunderter oder gar Tausender Frauen ein trotziges kollektives Schulterzucken auslöst und Angehörige von Gott und der Welt verlassen mit ihrer hilflosen Trauer und Wut alleine sind.

Ein Ort, wie geschaffen für einen gestrandeten Gringo wie Kelly Courter, der sich als gescheiterter, drogenabhängiger Boxer regelmäßig für Geld zusammenschlagen lässt. Erträglicher wird sein Dasein durch Lebensgefährtin Paloma, die seinen zeitweisen Totalabsturz jedoch nicht verhindern kann, zumal auch sie eines Tages spurlos verschwunden ist. Werden der vom Leben gezeichnete Captain Rafael Sevilla und der junge Polizist Enrique Palencia es schaffen, das Schicksal der toten Frauen von Juárez aufzuklären?

Sam Hawken bedient sich bei der Schilderung der Geschichte einer atemberaubenden Sprache und erweckt seine gut beobachteten Skizzen des mexikanischen Alltags mit klaren Worten zum Leben, ohne dabei jemals ins Gewöhnliche abzugleiten. Hierzu tragen auch die immer wieder eingestreuten spanisch-mexikanischen Redewendungen bei, die nicht übersetzt wurden. Ihre Bedeutung erschließt sich auch dem des Spanischen nicht mächtigen Leser mühelos aus dem Zusammenhang.

Mein Fazit: Hawken hat mit »Die toten Frauen von Juárez« mehr als einen gewöhnlichen Krimi geschaffen. Er vollbringt es, seine Leser in das archetypische Wesen einer fremden Kultur eintauchen zu lassen und trotz aller geschilderten Grausamkeit den speziellen Charme und unbeugsamen Stolz der faszinierenden mexikanischen Mentalität spürbar zu mache. Ein Top-Lesetipp! 


(Ursula Prem) 




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